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Personalentwicklung 4.0

Was kann Blended Learning?

Blended Learning ist ein gefragter Begriff. Doch was bedeutet dieser im Detail? Im nachfolgenden Beitrag werde ich auf die wichtigsten Punkte, im Hinblick auf das Blended Learning eingehen. Geschrieben, aus Sicht einer Trainerin, die leidenschaftlich gern mit TeilnehmerInnen im Seminarraum arbeitet, aber ebenso seit 7 Jahren regelmäßig als Onlinetrainerin im Einsatz ist.

 

Blended Learning - was ist das eigentlich genau?

Welche Maßnahmen haben Sie bisher genutzt, um sich selbst weiterzubilden oder Personal zu qualifizieren? Genau! Seminare und Workshops. Eventuell auch Webinare (Onlineseminare)? Blended Learning meint diese Mischung aus klassischen Trainings und allen Web-basierten, digitalen Trainings und Lernelementen.

Sie fragen sich an dieser Stelle, welche Web basierten Lernformate es gibt? Dann werden Sie in der folgenden Übersicht feststellen vieles bereits zu kennen, oder/ und sogar schon selbst genutzt zu haben.

WEb based Leraning - einige Beispiele

Grundsätzlich wird zwischen den individuellen Lernformaten oder denen unterschieden, die mit anderen Teilnehmern durchgeführt werden. (kollaborativ)

 

Welche Lernform für Ihre Zwecke die Richtige ist, hängt von Lernziel und Thema ab. Wertvoll und daher meine Empfehlung ist natürlich eine gute Mischung.

 

  • Webinare
  • Serious Games/ Spiele
  • Simulation
  • Augmented Reality
  • Lernfilme
  • Podcasts

Web based Trainings - was gibt es zu beachten?

Nachfolgende Empfehlungen basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen, unter Nutzung digitaler Lernformate. Schreiben Sie mir gern, wenn Sie andere Erkenntnisse gesammelt haben oder dem Nachfolgenden zustimmen:

 

  1. Virtual Classroom/ Webinare: Die Entscheidung, 2D oder 3D zu wählen ist abhängig vom Seminarziel und den damit einher gehenden Unterrichtsmethoden des Dozenten/ Trainers. Ebenso von der geplanten Länge der Veranstaltung. Wer beispielsweise Lunch-Webinare (kurze Lerneinheiten, in der Mittagspause) plant, ist mit einem 2D System gut beraten, da die Trainings hier meist auf einige PowerPoint Folien beschränkt sind.
  2. 3D: Planen Sie eine "Wohlfühlzeit" ein: Sie starten neu mit einer 3D Learning Software, treffen sich mit Ihren Mitarbeitern im virtuellen 3D Klassenraum? Planen Sie unbedingt genügend Zeit ein, damit sich Ihre Teilnehmer mit den Funktionen und der anderen Art des Lernens vertraut machen können. Ziel muss es sein, dass sich die Teilnehmer wohl fühlen. Wie in einem echten Raum. Beginnen Sie erst dann mit der Wissensvermittlung.
  3. Lernvideos/ PDF`s: Sie haben in Ihrem Blended Learning Konzept Selbstlernphasen eingeplant? Achtung, diese benötigen einen hohen Grad an Eigenmotivation! Beachten Sie hierbei unbedingt die Lernenden selbst. Hat er/sie Zeit und Disziplin genug, sich wirklich mit dem Inhalt zu beschäftigen? Bedeutet auch, ist dem Lernenden klar, was sich dadurch bei ihm/ihr verbessert? Erarbeiten Sie eine Methode, wie Sie im Nachgang prüfen, ob die Selbstlernphase tatsächlich wahr genommen worden ist und ob die Inhalte verstanden worden sind. Aufbauende Transferaufgaben können nützlich sein.
  4. Digital Native oder Gneeration X?: Achtung bei Blended Leraning Konzepten, die sich an verschiedene Altersklassen richten. Denken Sie über ein Kick-off nach, implementieren Sie das Thema menschlich nachhaltig. Geben Sie auch älteren oder weniger digital-affinen Mitarbeitern/innen die Chance, Vorteile des WBT zu erkennen.
  5. WBTs stellen oft eine großartige Ergänzung zum Präsenzseminar dar. Aus vielerlei Hinsicht, z.B. zwecks Verlängerung des Events, Wissensvertiefung, Austausch und Reflexion. Oder als Vorbereitung und erste Abstimmungen vor größeren Face-to-Face Treffen (F2F)
  6. Welche Themen? Besonders gut geeignet: Telefontrainings, also Workshops und Trainings, bei denen es ausschließlich um Ihre Stimme und um Formulierungen geht sind gut als Onlineseminare o.ä. durchführbar, da wir uns durch das Headset ausschließlich auf unseren auditiven Kanal konzentrieren. Auch alle Trainings, wie Social Media, SEO, SEA oder andere Software Trainings, Bzw. Einführungen in Tools o.ä.

Kann jeder Trainer auch als Onlinetrainer arbeiten?

Ganz grundsätzlich betrachtet: ja!

 

Was sollte ein klassischer Trainer mitbringen, bzw. beachten?

  1. Keine Angst vor der Technik! Machen Sie sich mit dem System vertraut.
  2. Verändern Sie Ihre Methoden! Werden Sie kreativ. Die Teilnehmer haben nur das Bild/ Bildschirmübertragung und Ihre Stimme!
  3. Sprechen Sie langsamer, als Sie es sonst tun (falls Sie ein Schnell-Sprecher sind :-))
  4. Fragen Sie sich im Vorfeld: wie schaffe ich es, mit ALLEN Teilnehmern in Interaktion zu gehen ODER: will ich das überhaupt?
  5. Sprechen Sie deutlicher, als Sie es sonst tun.
  6. Strukturieren Sie sich und Ihre Inhalte. Geben Sie klare und deutliche Anweisungen.
  7. Folie und Tonspur MÜSSEN übereinstimmen - sonst "verlieren" Sie die Zuhörer.
  8. Planen Sie einen spannenden Methoden-Medien-Mix ein! Kein Mensch hört 90min am Stück zu.

 

 

Vorteile von Online-Formaten

Wenn Sie sich mit Trainern unterhalten, die bereits viele Onlneseminare gegeben haben (bei mir sind es in den letzten 7 Jahren über 400 ganze Online Trainingstage) werden diese Ihnen sagen, dass "So gut wie alles" geht. Ebenso gibt es Imagetrailer von Software-Anbietern, die vermitteln, dass sogar Personalgespräche online durchgeführt werden können. Dies halte ich für fragwürdig und möchte daher dringend folgende Unterscheidung anbringen: Wenn es um eine rein inhaltliche Abstimmung geht, ist das Online-Format absolut ausreichend. 

 

Die Vorteile:

  • Onlinemeetings sind effizient (wenn gut moderiert)
  • Onlinemeetings sparen Geld (es fallen keine Spesen und Übernachtungskosten an)
  • Micro-Learnings (die aus Kostengründen eher Web-based Sinn machen) verstärken den Lernerfolg nachhaltig
  • Teilnehmer konzentrieren sich stärker auf Ton und Bild (z.B. 3D Produktpräsentationen)

Hallo Mensch! Es lebe das Präsenzseminar

Menschen kommunizieren mit Menschen! In Echtzeit, unter Nutzung ihrer Körpersprache, Emotionen. Es wird gemeinsam gestaunt, gelacht, gesprochen und gelernt.

 

Unterschätzen Sie nie die nachhaltige Wirkung von Face-2-Face-Meetings. Nur in Präsenzseminaren lässt sich Kommunikation vollständig trainieren. Bewusstsein über die eigene Wirkung schaffen. Kleine Micro-Signale des Gegenübers erkennen und darauf eingehen. Baut sich die Gruppendynamik auf. Im Verkaufstraining zählt die Performance der Mitarbeiter, von A bis Z. Online wird hier nur ein kleiner Teil abgebildet. In Lernvideos sehe ich zwar, wie es ein Anderer macht, aber mir fehlt selbst die Übung. Dafür benötigen wir Workshops und Präsenztrainings in denen Praktisches geübt wird!

 

Die gute Nachricht, im Hinblick auf Blended Learning: Jeder Teilnehmer, der an einem spannenden Präsenzseminar teilgenommen hat, wird auch bereit sein Selbiges durch WBT-Formate zu ergänzen.

 

Sie haben Fragen zum Thema oder der eigenen Umsetzung? Oder möchten ein Seminar buchen? Dann kontaktieren Sie mich am Besten JETZT und HIER.